Zeitfresser im Alltag: Wer stiehlt meine Schreibzeit?

Neue Routinen in einen bestehenden Alltag einzubauen, zeigt in der Regel Hürden auf. Aber auch Chancen. Zum Beispiel diese hier: Sich einmal selbst hinterfragen – und die Dinge, die man so Tag für Tag tut und die diese 24 Stunden, die jeder zur Verfügung hat, ganz von alleine füllen.

Aber wo soll man da noch Zeit für eine neue Routine, ein neues Hobby oder eine Tätigkeit einbauen, der man gerne mehr Zeit widmen möchte? Das Schreiben ist für mich ein Hobby, dem ich ganz aktiv Zeit geben muss, damit es im vollgestopften Alltag nicht zu kurz kommt.

Über den Jahreswechsel habe ich mir meine täglichen Angewohnheiten angesehen und mich gefragt, an welchen Stellen ich meine Prioritäten falsch (oder gar nicht setze). Und wo ich wertvolle Zeit investiere, die ich gerne in andere Projekte stecken würde.

Dabei habe ich folgende Zeitfresser identifiziert:

Instagram: Wahrscheinlich mein größter Zeitfresser. Unter »Meine Aktivität« habe ich mir deshalb schon vor Monaten eine Erinnerung eingestellt, die nach 25 Minuten Bescheid gibt. Aber ich habe ich sie einfach zuletzt immer gekonnt ignoriert. 

Pinterest: Endlose Recherchen führen mich von Hölzchen auf Stöckchen und zack, finde ich nicht mehr, wonach ich gesucht habe, sondern tausend andere Ideen, die ich gerade gar nicht verarbeiten kann. Hier möchte ich mir angewöhnen, die Suchmaschine gezielter zu nutzen und auf festgelegte Zeiträume beschränkt.

Onlineshopping: Es gibt ein paar Shops, bei denen ich gerne bestelle. Allerdings surfe ich ganz oft durch deren Angebote, ohne eine Kaufentscheidung zu treffen. Das heißt, ich verbringe erst viel Zeit auf der Website, bewege dann gedanklich die Preise und Kleidungsstücke in meinem Kopf hin und her und kaufe dann am Ende meistens nichts. Auch hier: Gezielter und nur bei Bedarf und mit direkter, notwendiger Kaufentscheidung shoppen it is. Und natürlich eh weniger, aber das ist gar nicht das Problem.

Kleiderfrage: Denn – Kleidung habe ich genug. So viel sogar, dass ich mir zu oft Gedanken darüber mache, wie ich sie kombinieren möchte. Und das nicht etwa einmal durchdacht, sondern immer wieder, sodass ich dann gefühlt zu viel Zeit damit verbringe, mir immer wieder neu zu überlegen, welche Kombination ich am nächsten Tag tragen will. Dabei hatte ich schon so gut damit angefangen, mir die Outfits für die Woche bereits sonntags zu überlegen und das Thema dann aus meinem Kopf zu verbannen.

Essensfragen: Ähnliches gilt für Essen, weshalb ich ein so großer Fan des meal prep bin. Dabei gehe ich nämlich seltener einkaufen, stehe seltener in der Küche und muss die verschiedenen Arbeitsschritte nicht immer wieder anfangen, sondern mache sie einmal gesammelt. Und ich brauche insgesamt weniger Zeit in der Woche zum Kochen. Auch hier möchte ich wieder konsequenter werden.

Welche Zeitfresser gibt es in deinem Alltag?

Ein Gedanke zu “Zeitfresser im Alltag: Wer stiehlt meine Schreibzeit?

  1. Chris | schriftweise schreibt:

    Sehr schöner Beitrag.
    Ich habe auch einige Zeitfresser in meinem Alltag, die mich vom Schreiben abhalten, wobei ich zugeben muss, dass es seit Neujahr ganz gut klappt.

    YouTube – Ich bin nicht bei Facebook, Instagram, Snapchat oder TikTok, aber YouTube konsumiere ich wirklich viel. Meist nebenbei bei Hausarbeiten oder während ich das Kind durch die Wohnung trage, also in Situationen, in denen man schlecht schreiben kann. Dennoch ist da im Hinterkopf die Stimme, die mich ermahnt, doch wenigstens über den Plot oder über Charaktere nachzudenken.

    Videospiele – Auch ein Hobby, das mittlerweile schon gar nicht mehr so viel Zeit frisst, wie noch vor Jahren und meist auch in meinen »Babytragedienst« fällt, aber auch hier könnte die Konzentration auf anderen Dingen liegen. Andererseits ist es mein ältestes Hobby und ich möchte es natürlich nicht ganz aufgeben.

    Und vielleicht noch ein Tipp für die, die nicht mit Food Prep anfangen können, weil ich da manchmal totales Chaos in den Erzählungen von Kolleginnen sehe: Wenn ihr schon nicht das Essen vorbereitet, bereitet doch zumindest die Speisekarte vor. Jeden Mittwoch planen wir zum Beispiel die Speisen für Donnerstag bis Mittwoch. Am Donnerstag steht dann ein Wocheneinkauf an und man kann sich jeden Tag von der vorbereiteten Liste das aussuchen, worauf man Lust hat oder das hinsichtlich des Aufwands gut in den Alltag zu integrieren ist. Auch das spart schon Zeit, Geld und Nerven.

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