Wie ich zum Schreiben kam

Eigentlich ist es eine traurige Geschichte. Wer mir auf Instagram folgt, hat den Beitrag vor wenigen Wochen vielleicht gesehen: Zwanzig Jahre ist es her, dass ich meinen Vater verloren habe. Da war ich elf. Man sagt, Kinder trauern anders. Sie versuchen, relativ schnell wieder Normalität herzustellen. Natürlich war trotzdem alles anders. Trauer ist etwas, das mich seitdem begleitet. Und die immer wieder zum Vorschein kommt. Die mein Denken, Fühlen und Handeln beeinflussen kann.

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Home Training in Zeiten von #socialdistancing

In den letzten drei Tagen – also seit die Fitnessstudios, Crossfitboxen, Yoga Shalas you name it wussten, dass sie schließen müssen – habe ich häufiger in den sozialen Medien gelesen, man solle sich nicht so anstellen, es sei ja kein big deal, einfach mal zu Hause auf der Couch abzuhängen, Netflix & Chill FTW. Es sei kein Drama, dass der Sport ausfalle – vor allem in Anbetracht des big picture, vor allem im Vergleich mit dem Drama, das das wirklich draußen in der Welt abgeht. Und dass man doch bitte endlich mal sein Ego zurücknehmen, sein Leben entschleunigen und froh über die Möglichkeiten von Home Office & Co. sein sollte. Und bitte #staythefuckhome.

Ja und ja. Und trotzdem will ich dazu mehr sagen.

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Keine Zeit fürs Fitnessstudio? Work out at home!

Keine Zeit fürs Fitnessstudio? Der Weg ist zu weit? Die Kurszeiten passen nicht mit deinen Arbeitszeiten zusammen?
Alles Ausreden! Schließlich braucht man kein Fitnessstudio, um Sport zu treiben.

Es gibt so viele Möglichkeiten, zu Hause effektive Workouts unterzubringen. Mein Einstieg ins High Intensity Interval Training zum Beispiel war auch dadurch begründet, dass ich innerhalb kurzer Zeit intensive Homeworkouts unterbringen musste, um das Sportpensum, das ich anstrebte, in meinen Alltag zu integrieren.

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Freeletics Journey: »Schlank & straff«

Die Workout-App Freeletics wird immer zielgerichteter. Seit einem Jahr gibt es die sogenannten Trainingsjourneys. Sie sollen ein übergeordnetes Ziel verfolgen und gleichzeitig möglichst auf den einzelnen Nutzer zugeschnitten sein.

Als ich letztes Jahr nach einer neuen Herausforderung für mich suchte, kamen die neuen Journeys gerade recht. Ich buchte den Freeletics-Coach, eine kostenpflichtige Option in der App, die aufgrund eines Algorithmus errechnet, welche Workouts und welche Drills in welcher Reihenfolge und Intensität zu den eigenen Fortschritten passen.

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Starthilfe: Minimalismus

Minimalismus bedeutet nicht, nichts zu besitzen. Sondern nur das, was man wirklich braucht. Das musste ich auch erst mal lernen. Und ich bin froh, dass es nicht bedeutet, sich von allem zu trennen. Trotzdem tut es gut, sich zu trennen – von Altlasten. Denn Besitz belastet. Zu viel Besitz bindet dich daran – bis er dich besitzt.

Als wir letztes Jahr umgezogen sind, zog der Minimalismus mit ein. Und wütet immer noch. Immer noch fallen mir Dinge auf, die ich doch nicht brauche. Die ich nicht mehr nutze, die ich doppelt habe, die ich nur aus Sentimentalität oder anderen vorgeschobenen Gründen mit in die neue Wohnung genommen habe.

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Zeitfresser im Alltag: Wer stiehlt meine Schreibzeit?

Neue Routinen in einen bestehenden Alltag einzubauen, zeigt in der Regel Hürden auf. Aber auch Chancen. Zum Beispiel diese hier: Sich einmal selbst hinterfragen – und die Dinge, die man so Tag für Tag tut und die diese 24 Stunden, die jeder zur Verfügung hat, ganz von alleine füllen.

Aber wo soll man da noch Zeit für eine neue Routine, ein neues Hobby oder eine Tätigkeit einbauen, der man gerne mehr Zeit widmen möchte? Das Schreiben ist für mich ein Hobby, dem ich ganz aktiv Zeit geben muss, damit es im vollgestopften Alltag nicht zu kurz kommt.

Über den Jahreswechsel habe ich mir meine täglichen Angewohnheiten angesehen und mich gefragt, an welchen Stellen ich meine Prioritäten falsch (oder gar nicht setze). Und wo ich wertvolle Zeit investiere, die ich gerne in andere Projekte stecken würde.

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Struggling to be an early bird

Vor ein paar Jahren schrieb ich einen Beitrag darüber, wie stolz ich war, endlich ein Frühaufsteher zu sein. Ich hatte mich damit selbst überrascht. Umso mehr habe ich mich auch darüber gefreut.

Die Realität hat mich mittlerweile eingeholt – und mein Biorhythmus. Beide sind der Meinung, dass ich doch ganz gerne länger schlafe. Und ich habe festgestellt: Acht Stunden Schlaf sind schon ganz geil. Das funktioniert aber nicht, wenn man erst um 11 ins Bett geht und meint, um 6 Uhr schon wieder ein Lerchendasein führen zu wollen.

Mir ist das frühe Aufstehen verloren gegangen, das Für-mich-in-den-Tag-Starten. Ich habe es so sehr vermisst, dass ich vor vier Wochen zu einer Challenge aufgerufen habe: den Morgen zurückerobern, jeden Tag um 6:30 Uhr aufstehen und mindestens eine Stunde am Tag nur für mich und meine Hobbies zu haben.

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Yoga: On and off the mat

Wenn du in deiner Sequenz im Ashtanga-Yoga stecken bleibst, dann ist dein Körper nicht bereit für die nächste Asana. Was aber viel entscheidender ist: Dein Geist ist für die nächste Aufgabe nicht bereit.
Und die hat wahrscheinlich nichts mit Yoga zu tun. Sondern findet »off the mat« statt. Das hat meine Yoga-Lehrerin Katy mir schon oft gesagt, wenn ich mal nicht direkt weiterkam. Wenn ich mal nicht weiterkam, erstreckte sich aber bis jetzt nie über einen so langen Zeitraum.
 

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#90daysofaccountability – Review meiner Challenge

90 Tage Sport. Jeden Tag. Mein Ziel: Konsequenz. Den Sport wieder zur Gewohnheit zu machen. Für mich. Denn ich hatte in der ersten Jahreshälfte viele Ausreden gefunden, mich an manchen Tagen doch nicht mehr aufzuraffen, obwohl ich doch weiß, wie gut Sport mir tut.  

Im Mai startete ich meine Challenge, inspiriert von einer Fitnessinfluencerin aus Neuseeland, der ich schon ein paar Jahre auf Instagram folge. Sie hatte nämlich im Januar genau diese Challenge für sich selbst ins Leben gerufen – zwar mit einem ganz anderen Ziel, aber mit genauso viel Disziplin und Durchhaltevermögen wie ich es von mir während meiner Challenge erwartete.

90 Tage. So lange dauert es angeblich, eine Gewohnheit zum »Lifestyle« zu machen. Eine Gewohnheit so in den Alltag zu integrieren, dass man nicht mehr darüber nachdenkt, sondern einfach macht.

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Endlich frei: Ich habe mein Leben auf den Kopf gestellt

»Über welche drei Ereignisse der letzten Monate freust du dich am meisten? Warum?«

Das war vor zwei Wochen die erste Frage, die mir mein Klarheit-Kalender stellte: Der Halbjahres-Check stand an. Welche Ziele, die du dir am 1.1. gesetzt hattest, hast du erreicht? Welche Erkenntnisse gewonnen? Worin willst du noch ehrlicher zu dir sein – all das sind Dinge, mit denen ich mich dank meines Reflektionstagebuchs und Coachingtools »Klarheit« auseinandersetze.

Über welche drei Ereignisse der letzten Monate freue ich mich also am meisten?

Ich habe einiges geändert, stecke immer noch mitten im Veränderungsprozess. Und muss sagen: Nichts wäre richtiger gewesen, nichts besser. Außer vielleicht, das alles schon viel früher anzugehen. Aber andererseits ist wohl genau jetzt die richtige Zeit für diese Schritte.

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